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Nach Toledo kommt man zunächst wegen seines Rufes als „Stadt der drei Kulturen“. Doch man bleibt wegen des beeindruckenden Anblicks, der sich bietet, wenn man durch die Calle Chapinería geht und plötzlich vor dem Uhrentor der Kathedrale steht; wegen des Geschmacks eines Marzipans, dem man einfach nicht widerstehen kann; wegen der Schönheit des Tajo, der zu Füßen der Stadt dahinfließt; und wegen der malerischen Schaufenster, in denen Schwerter und Rüstungen ausgestellt sind. Wenn Toledo schon El Greco, Bécquer und Paco de Lucía verzaubert hat, wie sollte die Stadt dann nicht auch Sie erobern? Hier finden Sie einige gute Gründe, Toledo mit Haut und Haaren zu verfallen.
Denn nein: Die Kathedrale im Musikvideo zu Ateo von C. Tangana und Nathy Peluso gesehen zu haben, zählt nicht als Besuch. Wie sollte es auch? Schließlich ist es etwas völlig anderes, ein Gotteshaus zu betreten, dessen Bau bereits im Jahr 1226 begann, durch seine fünf Kirchenschiffe zu gehen, seine beeindruckende gotische Architektur zu bestaunen und unter anderem zu entdecken, dass die Sakristei ein wahres Museum ist, in dem Meisterwerke wie El Grecos Die Entkleidung Christi zu sehen sind, als all das nur über einen Bildschirm zu erahnen. Sie werden sich vermutlich schon klein gefühlt haben – doch spätestens wenn Sie das gewaltige Bauwerk von der Plaza del Ayuntamiento aus betrachten, werden Sie wissen, wie klein tatsächlich.
Feste, Hinrichtungen, Autodafés, Märkte, Stierkämpfe … Auf diesem Platz spielte sich einst alles ab. Und ehrlich gesagt ist das auch heute noch so. Er ist Treffpunkt für Stadtführungen und zugleich der ideale Ausgangspunkt, um den Rest der Stadt zu erkunden. An einer Seite des Platzes lohnt es sich, den Arco de la Sangre zu bewundern, durch ihn hindurchzugehen und anschließend das Cervantes-Denkmal zu besuchen. Ein Erinnerungsfoto darf natürlich nicht fehlen. Wenn Sie Zocodover hinter sich lassen und der Calle Armas folgen, gelangen Sie zum „El Miradero“, dem Aussichtspunkt schlechthin in dieser zum UNESCO-Welterbe gehörenden Stadt.
Es zählt zu den markantesten Gebäuden im Stadtbild und erhebt sich eindrucksvoll auf einem der Hügel Toledos. Von außen herrschaftlich, im Inneren prachtvoll und voller Geschichte. Seine Grundmauern haben Brände, Belagerungen und Bombardierungen überstanden. Seine Räumlichkeiten dienten Königen als Residenz und beherbergten Institutionen wie die Übersetzerschule von Alfons X. sowie eine Seiden- und Webmanufaktur. Heute befindet sich hier das Heeresmuseum.

Das ist ganz einfach: Sie müssen nur Das Begräbnis des Grafen von Orgaz in der Kirche Santo Tomé betrachten. Die Neugier, die das Gemälde in Ihnen weckt, können Sie anschließend im El-Greco-Museum stillen. Die dort ausgestellten Werke erzählen von seinem Leben, seinem Schaffen und seinem Einfluss auf die Stadt Toledo zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Zu den Gemälden der Sammlung gehören der Apostelzyklus, Ansicht und Plan von Toledo und Die Tränen des heiligen Petrus.
Es ist das älteste Bauwerk der Stadt und gehört daher bei einer Reise nach Toledo unbedingt zum Pflichtprogramm. Es wurde im Jahr 999 errichtet und entwickelte sich durch das Zusammenspiel verschiedener Kulturen zu einem bedeutenden Beispiel hispano-islamischer und mudéjarischer Architektur in Spanien. Ursprünglich als Moschee erbaut, wurde es zwei Jahrhunderte später in eine Kirche umgewandelt und um eine Apsis erweitert. Das Gebäude ist zwar klein, doch mehr braucht es nicht. Trotz seiner bescheidenen Größe weist es deutliche Ähnlichkeiten mit der Moschee-Kathedrale von Córdoba auf. Elemente wie die Gewölbe, die überhöhten Hufeisenbögen und die Arkaden sind unverkennbar von ihr inspiriert.
Die erste ist eine wunderschöne mittelalterliche Synagoge, in der sich heute das Sephardische Museum befindet. Bei einem Besuch erfahren Sie mehr über die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Spanien – von ihrer Ankunft zur Römerzeit bis in die Gegenwart. Die zweite war einst die Hauptsynagoge von Toledo und gilt heute als herausragendes Beispiel almohadischer Kunst in Spanien. Zugleich trägt sie zum besonderen Charme des jüdischen Viertels bei. Ihre markanten weißen Säulen haben Sie wahrscheinlich schon auf dem einen oder anderen Foto gesehen.
Das Japan Convention Bureau (Yakei) kürte in Zusammenarbeit mit dem spanischen Fremdenverkehrsamt Turespaña in Japan das nächtliche Panorama von Toledo zum schönsten der Welt. Diesen beeindruckenden Anblick als Erinnerung mit nach Hause zu nehmen, ist ganz einfach: Verlassen Sie die Stadt über die Alcántara-Brücke und genießen Sie einen angenehmen Spaziergang zum Aussichtspunkt Mirador del Valle.

Die Gastronomie Toledos genießen und dabei einige unverzichtbare Adressen auf der Liste haben: die Taverne El Embrujo, um dort das kleine Wildragout in Sauce zu probieren; die Bar Jacaranda, die ihre Gäste seit Jahrzehnten unter anderem mit Platten aus hausgemachten Pasteten und Käse verwöhnt; La Malquerida, eine echte Anlaufstelle, die man auf jeder Reise kennen sollte, denn hier kann man ebenso gut frühstücken wie Tapas essen, zu Mittag oder zu Abend speisen – und eines haben alle Möglichkeiten gemeinsam: Sie sind immer eine gute Wahl; und natürlich das Marzipan aus der traditionsreichen Backstube Santo Tomé.
Hier können Sie außerdem eine Ausstellung besuchen, das Tanzbein schwingen oder sogar tanzen, während Sie sich eine Ausstellung ansehen. Genau das kann passieren, wenn Sie die Schwelle der Kirche San Vicente überschreiten. Das Bauwerk stammt aus der Zeit Alfons’ VI. im 11. Jahrhundert und wurde 1842 entweiht. Heute ist es Sitz des Círculo de Arte de Toledo, eines Ortes, an dem Kultur und Freizeit in all ihren Ausdrucksformen zelebriert werden.